Haltungsschwäche bei Kindern: Ursache und Behandlung in München

Kindertherapie bei Haltungsschwäche - OrthoCenter München

Rückenschmerzen und frühzeitige Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule können Folge einer Haltungsinsuffizienz sein. Um diesen Erkrankungen vorzubeugen, kommen immer wieder Eltern mit ihren Kindern in unsere orthopädische Praxis in München. Es muss hier unterschieden werden zwischen dem temporären „jugendlichen Herumlungern“ und einer tatsächlichen Haltungsschwäche beim Kind.

Prof. Utzschneider - OrthoCenter Prof. Lill München
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Die Fachärztin für Kinderorthopädie, Prof. Dr. med. Utzschneider, untersucht Ihr Kind auf eine mögliche Entwicklungsstörung im Bereich der Wirbelsäule. Vereinbaren Sie gleich einen Online-Termin im OrthoCenter München.


Ursachen für eine Haltungsschwäche

Die Ursachen einer Haltungsschwäche sind meist dem Alltag des Kindes geschuldet. Lange Tage in der Schule, Nachmittage am Schreibtisch, um Hausaufgaben zu machen und Freizeit vor Computer und Fernseher sorgen für eine schlechte Haltung des Rückens. Die Wirbelsäule kann vor allem durch Muskulatur stabilisiert werden. Die Ausbildung der Knochen, der Wirbel sowie der Beckenstellung ist im Wesentlichen genetisch bedingt und kann nicht grundsätzlich umgestellt werden, genauso wie ein in der Regel ererbtes weiches Bindegewebe.

Vor der Pubertät verfügen Kinder nicht über die entsprechenden Hormone, die das Muskelwachstum sowie die muskuläre Stabilität begünstigen. Während der Pubertät bei Wachstumsschüben muss die dann Muskulatur mit dem Wachstum der Knochen bzw. der Wirbelsäule mithalten. Dieses enorme Längenwachstum geht meist zulasten der des Querdurchmessers der Muskeln. Bis zu einem gewissen Grad ist eine leichte Haltungsschwäche also durchaus tolerierbar. Eine ausgeprägte schlechte Haltung kann auch mit anderen Erkrankungen des Körpers einhergehen. Eine gestörte Fein- und Grobmotorik sowie ADHS-Erkrankungen können etwa für eine Haltungsschwäche beim Kind sorgen.

Eine ausgeprägte schlechte Haltung kann auch mit anderen Erkrankungen des Körpers einhergehen. Eine gestörte Fein- und Grobmotorik sowie ADHS-Erkrankungen können etwa für eine Haltungsschwäche beim Kind sorgen.


Symptome für eine schlechte Haltung der Wirbelsäule

Eine schwache Muskulatur und in der Folge eine Haltungsschwäche zeigen sich meist durch das äußere Bild. Der Patient sitzt oder steht eingesunken mit einem Rundrücken. Die Schultern fallen meist ebenfalls nach vorn. Weitere Auffälligkeiten sind etwa ein Hohlkreuz oder eine Verdrehung der Wirbelsäule (Skoliose). Wer dauerhaft in dieser Haltung verbleibt, riskiert Nacken- und Rückenschmerzen sowie Funktions- und Bewegungsstörungen. Meist ist es für Betroffene anstrengend, eine gerade bzw. bessere Körperhaltung einzunehmen, da schlicht die stützenden Muskeln fehlen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Rundrücken, Hohlkreuz & Co.

Damit der Körper in eine gerade Haltung kommen kann, sind Muskeln ein wichtiger Aspekt. Sofern das Knochengerüst des Kindes richtig ausgebildet wurde, sind sportliche Aktivität statt Computer und Fernseher ein wichtiger Teil der Therapie. Meist ist es wenig hilfreich, Ihrem Kind zu erklären, dass es gerade sitzen sollte. Sobald die Konzentration weg von der Haltung führt, sinken die meisten wieder in eine wenig gesunde Haltung zurück – das gilt oft auch für die Erwachsenen.

Um muskuläre Verspannungen zu lösen, können zu Beginn Physiotherapie und Massagen sinnvoll sein. So erhält Ihr Kind seinen Bewegungsumfang nach und nach zurück. Dies kann jedoch nur der Anfang sein. Regelmäßige Bewegung und Sport sorgen dafür, dass der krumme Rücken wieder gesund werden kann. Sobald sich hier eine Routine eingestellt hat und Bewegung Teil des Alltags ist, stehen die Chancen gut, dass die Wirbelsäule auch gesund bleibt.

Eine Skoliose sowie ein stark ausgeprägter Rundrücken (Kyphose) bedürfen neben angeleiteter Bewegung manchmal einer Korsetttherapie. Dadurch werden der Körper bzw. die Wirbelsäule gerade gehalten und können insbesondere während des Wachstums in die richtige Form gelenkt werden. Operative Therapien sind hier nur sehr selten notwendig.

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