Schmerzen im Ellenbogen treiben viele Menschen zum Arzt. Nicht nur der Sport, sondern auch bestimmte Berufe belasten den Ellenbogen in hohem Maße und können zu einer erheblichen Einschränkung der Alltagstauglichkeit des Armes führen. Deshalb sollte bei Beschwerden am Ellenbogen immer ein erfahrener und kompetenter Orthopäde aufgesucht werden. Anhand einer eingehenden klinischen Untersuchung und ergänzenden bildgebenden Diagnostik erstellt Prof. Dr. Lill ein für Sie individuell angepasstes Therapiekonzept, um eine rasche Schmerzlinderung zu erreichen.


Ursachen

Zumeist führen dauerhafte Über- oder Fehlbelastungen im Sport (Tennis, Golf) oder Beruf (schweres Heben und Tragen, Computerarbeit) zu schmerzhaften Entzündungen von Sehnen oder Schleimbeuteln am Ellenbogen. Insbesondere die Sehnenansätze über der Innenseite (Golferarm, Epikondylitis medialis bzw. ulnaris) und der Außenseite des Ellenbogen (Tennisarm, Tennisellenbogen, Epikondylitis lateralis bzw. radialis) zeigen sich schnell überlastet und führen zu schmerzhaften Funktionseinschränkungen des Armes. Mikrorisse an den Sehnenansätzen des jeweils betroffenen Knochenvorsprungs am Gelenkkopf (Epikondylus) sind hierfür verantwortlich.

Ebenso reagiert der Schleimbeutel (Bursa) auf der Rückseite des Ellenbogens stark auf wiederholte Reize von außen. Schwellung und Schmerz, gelegentlich auch Rötung bei bakterieller Schleimbeutelentzündung (Bursitis olecrani), sind die Folge.


Diagnostik

Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten über Krankenvorgeschichte und Ursachen im Vordergrund. Eine ausführliche klinische Untersuchung mit Bewegungsprüfung offenbart das genaue Ausmaß der Funktionseinschränkung.

In vielen Fällen können bildgebende Verfahren hilfreich sein, um die Diagnose zu festigen. Hierfür stehen Ultraschall (Sonographie), Röntgenbilder, Kernspintomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) zur Verfügung.

Bei Verdacht auf eine chronisch entzündliche oder bakterielle Beteiligung kommen spezielle Blutuntersuchungen zum Einsatz, um eine rheumatische Arthritis, Gicht oder Infektion auszuschließen.


Therapie – konservativ

Ziel der Therapie ist es, die Schmerzen im Bereich des Ellenbogengelenkes rasch zu lindern und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Grundlage der konservativen Therapie ist zunächst die spezielle minimalinvasive Schmerztherapie. Auch eine kurzzeitige Ruhigstellung bei akuter Entzündung kann erforderlich und sinnvoll sein.

Abhängig vom verursachenden Krankheitsbild können entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen mit Hyaluronsäure und Blutplasma (ACP) eingesetzt werden. Auch Wärme- oder Kältebehandlungen sowie Stoßwellentherapie und Krankengymnastik können rasch zu einer deutlichen Beschwerdelinderung führen.


Therapie – operativ

Lassen sich die Beschwerden mit den genannten konservativen Therapiemaßnahmen nicht zufriedenstellend lindern, sollten minimalinvasive operative Maßnahmen in Erwägung gezogen werden.

Liegt eine bakterielle Infektion mit Beteiligung des Schleimbeutels (Bursitis) vor, muss dieser operativ entfernt (Bursektomie) und eine begleitende antibiotische Therapie eingeleitet werden.


Professor Dr. med. Lill führt gerne eine umfassende Untersuchung Ihres Ellenbogens durch, damit Schmerzen am Ellenbogen so schnell wie möglich behoben werden können. Vereinbaren Sie gleich einen Online-Termin im OrthoCenter Professor Lill.

Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen
Tennisarm