Hüfte

 

Hüfte

Die Hüfte ist das Gelenk am Bewegungsapparat, welches am stärksten belastet ist. Es ermöglicht umfangreiche Bewegungsabläufe und sorgt für eine wirksame Stoßdämpfung beim Gehen, Laufen und Springen. Schmerzen in der Hüfte können den Tagesablauf erheblich beeinträchtigen und sollten bei anhaltenden Beschwerden den Patienten dazu veranlassen, aufgrund der komplexen anatomischen Verhältnisse einen erfahrenen und kompetenten Hüftspezialisten aufzusuchen.   Anhand einer eingehenden klinischen Untersuchung und ergänzenden bildgebenden Diagnostik erstellt Prof. Dr. Lill ein für Sie individuell angepasstes Therapiekonzept, um rasche Beschwerdelinderung zu erreichen.
OrthoCenter Prof. Lill München

Hüftschmerzen haben vielfältige Ursachen. Dauerhafte Über- oder Fehlbelastungen in Sport und Beruf stehen dabei im Vordergrund und können zu Knorpelschäden, schmerzhaften Entzündungen im Bereich der umgebenden Weichteile (Bursitis trochanterica) sowie im Hüftgelenk selbst (Hüftgelenksentzündung) führen. Aber auch erhebliche Schäden an den gelenktragenden Anteilen des Hüftgelenkes können resultieren (Hüftgelenksarthrose). Freie Gelenkkörper und Risse in der Gelenklippe (Labrum) sowie knöcherne Anbauten an Oberschenkelhals und Hüftpfanne resultieren in einem Engesyndrom (Impingement-Syndrom) mit konsekutiven Bewegungsschmerzen und Belastungseinschränkung des betroffenen Beines (Cam-Impingement, Pincer-Impingement). Eine Besonderheit stellt die Hüftkopfnekrose als schwere Knochenerkrankung des Hüftgelenks dar (Avasculäre Hüftkopfnekrose). Ursache ist eine durchblutungsbedingte lokal begrenzte Zerstörung des Oberschenkelkopfes, die zu einer frühzeitigen Hüftarthrose (Coxarthrose) führen kann.

Im Vordergrund steht zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten über Krankenvorgeschichte und Ursachen. Danach folgt eine ausführliche klinische Untersuchung mit Bewegungsprüfung. Diese offenbart das genaue Ausmaß der Funktionseinschränkung. Oft sind bildgebende Verfahren hilfreich und erforderlich, um die Diagnose zu festigen. Hierfür stehen Ultraschall (Sonographie), Röntgenbilder, Kernspintomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) zur Verfügung. Bei Verdacht auf Vorliegen einer bakteriellen Entzündung (Koxitis) kommen spezielle Blutuntersuchungen zum Einsatz. Im Anschluss daran erstellen wir ein auf den Patienten individuell abgestimmtes Therapiekonzept, das sich zunächst auf das breite Spektrum der konservativen Behandlungsmöglichkeiten fokussiert. Hierdurch lassen sich in der Regel die meisten Hüftbeschwerden effektiv und sicher behandeln.

Zunächst ist das Ziel der Therapie, dass Schmerzen im Bereich des Hüftgelenks rasch und effektiv gelindert und Folgeschäden vermieden werden. Das werden in erster Linie minimalinvasive Schmerztherapieverfahren in Kombination mit aktiver Krankengymnastik zur Muskelkräftigung eingesetzt. Abhängig vom verursachenden Krankheitsbild können schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen u.a. mit Hyaluronäure und Blutplasma (ACP) sowie die Orthokin-Therapie eingesetzt werden. Ergänzende Verfahren wie die Stoßwellentherapie können die Heilung beschleunigen.

Lassen sich die Beschwerden mit den genannten konservativen Therapiemaßnahmen nicht zufriedenstellend lindern, können andere Maßnahmen in Erwägung gezogen werden. Sie sind operativer Art. Welche Behandlungsmethode dabei zum Einsatz kommt richtet sich nach Art und Lokalisation der ursächlichen Erkrankung. Durch den stetigen medizinischen Fortschritt kommen vor allem gewebeschonende und hochmoderne Operationsmethoden zum Einsatz. Mittels Gelenkspiegelung (Hüftarthroskopie) können freie Gelenkkörper entfernt, Risse an der Gelenklippe repariert sowie knöcherne Anbauten schonend abgetragen werden. Durch wenige kleine Schnitte führt der Operateur Instrumentarium und Kamera zur Arthroskopie der Hüfte ein. Diese heilen in der Regel sehr schnell ab und hinterlassen kaum sichtbare Narben. Die postoperativen Beschwerden sind gering und Voraussetzung für eine rasche Genesung. Lediglich die Behandlung der fortgeschrittenen Arthrose des Hüftgelenkes (Coxarthrose) erfordert ein offenes Vorgehen mit Ersatz der Gelenkflächen und Implantation einer Hüftprothese (künstliches Hüftgelenk). Für das Einsetzen der Hüfttotalendoprothese bevorzugen wir den minimalinvasiven Zugang.
Professor Dr. med. Lill führt gerne eine umfassende Untersuchung Ihrer Hüfte durch, damit Schmerzen an der Hüfte so schnell wie möglich behoben werden können. Vereinbaren Sie gleich einen Online-Termin im OrthoCenter Professor Lill.