Zurück

Angeborener Plattfuß / Talus verticalis

Angeborene und erworbene Fußdeformitäten

Ein angeborener Plattfuß (Talus verticalis) ist eine seltene, schwere Anomalie des Fußes und kommt alleine oder mit neurologischen Störungen oder anderen Systemerkrankungen vor. Dieses Krankheitsbild ist streng vom erworbenen Plattfuß zu trennen. Das Längsgewölbe des Fußes ist komplett aufgehoben mit Steilstellung des Sprungbeines und Verkürzung der Achillessehne. Die Fußsohle erscheint nach außen gerundet („Tintenlöscherfuß“). Zudem kommt es zum Abkippen der Ferse sowie auch zum Abkippen des Vorfußes zum Fußaußenrand hin.

Der angeborene Plattfuß kann familiär gehäuft auftreten, aber auch zusammen mit anderen Fehlbildungen, wie beispielsweise der Spina bifida, Hüftverrenkungen oder dem Klumpfuß.

Die Plattfußfehlstellung lässt sich oft klinisch als sogenannte Blickdiagnose gut feststellen. Eine Röntgenaufnahme ermöglicht es zudem, die Stellung der einzelnen Fußknochen zueinander zu beurteilen.

Ein direkter Therapiebeginn nach Diagnosestellung ist dringend zu empfehlen. Neben einer schrittweisen Gipsredression möglichst früh im Säuglingsalter wird in der Regel danach eine operative Therapie notwendig. Anschließend muss Physiotherapie durchgeführt werden. In der Regel müssen auch nach der Operation noch eine Schienenversorgung und eine spätere Versorgung mit orthopädischen Einlagen erfolgen. Nach der Behandlung ist der Fuß meist gut belastbar und passt auch gut in „normale“ (nichtorthopädische) Schuhe. Dennoch ist es möglich, dass die Beweglichkeit eingeschränkt bleibt. Da es sich um eine seltene Erkrankung handelt, die spezieller Therapie bedarf, sollte jedes Kind mit angeborenem Plattfuß langfristig an einen kinderorthopädischen Experten angebunden werden.

Die Fachärztin, Prof. Utzschneider, untersucht Ihr Kind auf mögliche Fußdeformitäten. Vereinbaren Sie gleich einen Online-Termin im OrthoCenter München.