Hand

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Mit Hilfe der Hände treten wir mit unserer Umwelt in Kontakt. Wir brauchen sie, um unser Leben selbstständig und ohne Einschränkung leben zu können. Aufgrund der Verschiedenartigkeit der Erkrankungen an der Hand ist es immer sinnvoll einen erfahrenen und kompetenten Orthopäden aufzusuchen.   Anhand einer eingehenden klinischen Untersuchung und ergänzenden bildgebenden Diagnostik erstellt Prof. Dr. Lill ein für Sie individuell angepasstes Therapiekonzept, um rasche Beschwerdelinderung zu erreichen.
OrthoCenter Prof. Lill München

Die Ursachen für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an den Händen können vielfältig sein, manchmal auch unklar. Beim Morbus Dupuytren beispielsweise, einer gutartigen Erkrankung der Bindegewebsplatte an der Handinnenfläche (Palmaraponeurose), kommt es zu knotenartigen Veränderungen, welche eine fortschreitende Bewegungseinschränkung der betroffenen Finger zur Folge hat. Dem Karpaltunnelsyndrom (CTS) liegt eine anatomische Enge im Bereich der innenseitigen Handwurzelreihe zu Grunde, die zu einer wirksamen Kompression des hier verlaufenden Nervus medianus führt. Gefühlsverlust und Bewegungsunfähigkeit können resultieren. Der schnellende Finger – auch als Schnappfinger, Springfinger oder Tendovaginitis stenosans bezeichnet – stellt eine sehr häufige Erkrankung dar. Der betroffene Finger lässt sich infolge Entzündung und Verdickung der Beugesehne und der dazugehörigen Sehnenscheide nur sehr schwer strecken und schnappt erst mit Unterstützung der gegenseitigen Hand wieder zurück. Ursache ist eine dauerhafte Fehl- oder Überlastung durch Sport oder Beruf (Handwerker). Dies gilt auch für die Entstehung der Arthrose (Gelenkverschleiß) an Hand- und Fingergelenken, die sehr schmerzhaft sein kann und das Verrichten alltäglicher Dinge erheblich beeinträchtigt. Zudem können Verletzungen sowie hormonelle oder genetische Faktoren eine Rolle spielen.

Am Anfang des Gespräches stehen Krankenvorgeschichte und Ursachen im Vordergrund. Darauf folgt eine ausführliche klinische Untersuchung mit Bewegungsprüfung, um das genaue Ausmaß der Funktionseinschränkung zu offenbaren. In vielen Fällen sind für die Diagnose bildgebende Verfahren hilfreich und erforderlich.  Hierfür stehen Ultraschall (Sonographie), Röntgenbilder, Kernspintomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) zur Verfügung. Bei Verdacht auf Vorliegen einer chronisch entzündlichen Erkrankung (Rheuma) kommen spezielle Blutuntersuchungen zum Einsatz. Im Anschluss daran erstellen wir ein auf den Patienten individuell abgestimmtes Therapiekonzept, das sich zunächst auf das breite Spektrum der konservativen Behandlungsmöglichkeiten fokussiert. Hierdurch lassen sich in der Regel die meisten Beschwerden effektiv und sicher behandeln.

Ein Therapieziel ist vor allem, die Schmerzen im Bereich von Handgelenk und Fingern rasch und effektiv zu lindern und Folgeschäden zu vermeiden. Grundlage der konservativen Therapie sind in erster Linie minimalinvasive Schmerztherapieverfahren in Kombination mit aktiver Krankengymnastik. Abhängig vom verursachenden Krankheitsbild können schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen u.a. mit Hyaluronsäure und Blutplasma (ACP) sowie die Orthokin-Therapie eingesetzt werden. Ergotherapie sowie physikalische Maßnahmen mit Kälte- und Elektrotherapie können die Heilung unterstützen. Auch eine vorläufige Entlastung durch orthopädische Hilfsmittel kann bei vorliegender Verletzung v.a. der Sehnen zeitlich begrenzt erforderlich sein.

Führen die konservativen Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg sollten operative Behandlungsmethoden in Erwägung gezogen werden. Welche Behandlungsmethode dabei zum Einsatz kommt richtet sich nach Art und Lokalisation der ursächlichen Erkrankung. Durch den stetigen medizinischen Fortschritt kommen aber vor allem gewebeschonende und hochmoderne Operationsmethoden zum Einsatz. Lediglich kleine Schnitte sind notwendig, um das Dach des Karpaltunnels (CTS) zu spalten oder das Ringband (schnellender Finger) zu durchtrennen. Diese Schnitte heilen in der Regel sehr schnell ab und hinterlassen kaum sichtbare Narben. Die postoperativen Beschwerden sind gering und Voraussetzung für eine rasche Genesung des Patienten. Bei Vorliegen eines Morbus Dupuytren sollten möglichst frühzeitig die Bindegewebswucherungen entfernt werden, um die Beweglichkeit von Hand und Finger wiederherzustellen und Folgeschäden an den Fingergelenken zu vermeiden. Die Implantation einer Fingergelenksprothese kommt lediglich bei fortgeschrittener Arthrose zum Einsatz.
Professor Dr. med. Lill führt gerne eine umfassende Untersuchung Ihrer Hände und Finger durch, damit Schmerzen an den Händen so schnell wie möglich behoben werden können. Vereinbaren Sie gleich einen Online-Termin im OrthoCenter Professor Lill.