Osteoporose der Wirbelsäule behandeln in München

Prof. Lill bei Wirbelsäulenbehandlung

Bei einer Osteoporose wird der Knochen nach und nach abgebaut – sein Inneres wird porös und der gesamte Knochen ist damit anfälliger für Brüche. Betroffen sind vor allem Frauen in oder nach der Menopause, da hier ein Mangel des Geschlechtshormons Östrogen vorliegt – ein Hormon, das die Knochen vor dem Abbau schützt. Betroffen sind oft auch Männer über 60. In diesen Fällen sprechen wir in der Orthopädie von einer primären Osteoporose. Die sekundäre Osteoporose wird durch andere Erkrankungen etwa des Darms, der Nieren oder der Leber mit verursacht. Die Erkrankung kann dabei theoretisch jeden Knochen betreffen, meist tritt sie jedoch im Bereich der Ober- und Unterarme sowie der Hüft- und Oberschenkelknochen auf. Auch die Wirbelkörper sind häufig betroffen.

Wir sind Ihre Spezialisten für Orthopädie und behandeln Osteoporose und Wirbelkörperbrüche nach persönlich zugeschnittenem Therapiekonzepten. So finden wir für Ihr individuelles Problem den passenden Therapieansatz.

Prof. Dr. med. Christoph Lill | OrthoCenter Prof. Lill München
Orthopäden
in München auf jameda

Typische Symptome bei Osteoporose

Eine Osteoporose verursacht meist lange Zeit keine Beschwerden. Im weiteren Krankheitsverlauf können jedoch Schmerzen auftreten, die besonders den Rücken betreffen. So genannte Spontanfrakturen, also Knochenbrüche ohne äußere Einwirkungen, sind meist ein eindeutiges Indiz für den Knochenabbau. Dabei nimmt die Körpergröße durch einen Wirbelkörperbruch oft ab, es kommt zu Haltungsschäden und in drastischen Fällen zu einer Berührung des Rippenbogens und des Beckenkamms.


Behandlung bei Osteoporose in München

Welche Osteoporose-Therapie infrage kommt, hängt davon ab, ob die Erkrankung primär oder sekundär vorliegt. Im OrthoCenter arbeiten wir eng mit unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen und verweisen Sie bei einer sekundären Osteoporose gerne an die jeweiligen Ärzte weiter. Eine primäre Osteoporose kann nicht von Grund auf geheilt werden. Das Ziel ist es darum, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen oder aufzuhalten. 


Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie umfasst verschiedene Ansätze. Typischerweise werden Kalzium und Vitamin gegeben, um den Knochenaufbau zu stärken. Zusätzlich gibt es spezielle Medikamentengruppen, die einerseits den Knochenabbau bremsen können und andererseits den Muskel- und Knochenaufbau stimulieren. Speziell für Frauen in den Wechseljahren kann eine Hormonersatztherapie das Östrogenlevel anheben und damit dem Fortschreiten der Erkrankung entgegenwirken und vorbeugen.

Ein wichtiger Punkt für viele Patienten ist eine spezielle Schmerztherapie. Hier sind ebenfalls Therapien auf medikamentöser Basis denkbar, ebenso wie Massagen, Akupunktur und Kälte- oder Wärmebehandlungen. Brüche, die an Armen und Beinen auftreten müssen hingegen oft operativ behandelt werden – speziell bei der Wirbelkörperfraktur entscheiden unsere Chirurgen individuell, ob eine Operation notwendig und sinnvoll ist.


Sonderfall osteoporotische Wirbelkörperfraktur

Die Wirbelkörper sind im Rahmen des Knochenschwundes besonders gefährdet. Bricht ein Wirbelkörper muss nicht immer operiert werden. Zeigt sich der Wirbel stabil und werden umliegende Strukturen nicht gefährdet, können Schonung, ein Stützkorsett und Schmerzmittel bereits ausreichen. Die Heilung des Knochens dauert zwischen sechs und zwölf Wochen. 

Ein instabiler Bruch, der umliegende Nerven oder die Bandscheiben einklemmt oder umliegende Organe gefährdet, sollte jedoch im Rahmen einer minimalinvasiven Operation behandelt werden. Denn aus der schiefen Haltung der Wirbelsäule bei einem instabilen Bruch können sich zahlreiche weiter Beschwerden ableiten. Hierzu zählen:

In diesen Fällen ist eine instrumentelle Stabilisierung erforderlich. Beim älteren Menschen steht die Zementierung des gebrochenen Wirbelkörpers als wirkungsvolle minimalinvasive Therapieoption (Kyphoplastie) zur Verfügung. Im Rahmen eines operativen Eingriffs lassen sich oft mehrere Wirbel stabilisieren bzw. wiederaufrichten.


Osteoporose vorbeugen

Um einer nachlassenden Knochendichte vorzubeugen, sind regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung wichtig. Wer über die Nahrung nicht ausreichend Kalzium und Vitamin D zu sich nimmt, kann hier über Nahrungsergänzungen Abhilfe schaffen. Körperliche Aktivität fordert den Körper und dabei auch das Skelett. Das Knochengewebe erhält so über spezielle Sensoren die Botschaft, dass es gebraucht und gefordert wird – dadurch wird der Aufbau der Knochendichte angeregt. Schreitet eine Osteoporose-Erkrankung später doch schneller fort, gibt der Muskelapparat Halt. Einhergehend mit Sport steht auch das Gewicht. Weder Über- noch Untergewicht sind empfehlenswert. Auch Nikotin und Alkohol sind Gift für den Stoffwechsel, reduzieren Sie deren Genuss darum auf ein Minimum.