Sanfte PRP-Therapie: Eigenblutbehandlung bei Arthrose und Sportverletzungen

Die PRP-Therapie stammt eigentlich aus der Alternativmedizin, gewinnt dank guter Studienergebnisse aber auch in schulmedizinisch orientierten Praxen immer mehr an Bedeutung. Plättchenreiches Plasma (PRP) kann einerseits Arthrose-Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern, andererseits Sportverletzungen schneller ausheilen lassen. Und das meist ohne Nebenwirkungen!

Die Vorteile von PRP im Überblick:

  • Unkomplizierter Ablauf: Die Behandlung kann ambulant in rund 15 Minuten durchgeführt werden.
  • Gut verträgliche Therapie: Wir spritzen körpereigene Substanzen – Allergien sind damit ausgeschlossen.
  • Praktisch nebenwirkungsfrei: Da es sich um Eigenblut ohne Zusatzstoffe handelt, treten fast nie Komplikationen auf.
  • Im Leistungssport etabliertes Verfahren: Viele Profivereine nutzen PRP, damit die Sportverletzungen ihrer Spieler schneller ausheilen. Ein Beispiel ist der Fußballer Manuel Neuer.

Vereinbaren Sie einen online Termin bei Prof. Dr. med. Lill, unserem Spezialisten für die PRP-Behandlung, oder rufen Sie uns einfach an. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Prof. Utzschneider - OrthoCenter Prof. Lill München
Orthopäden
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PRP-Therapie bei Arthrose

Die PRP-Behandlung, auch ACP-Therapie genannt, kann den Degenerationsprozess der Gelenke verlangsamen und das Fortschreiten der Arthrose damit hinauszögern. Zusätzlich kann die Behandlung mit plättchenreichem Plasma zu einer langanhaltenden Schmerzlinderung und verbesserten Beweglichkeit der betroffenen Gelenke führen.

Orthokin-Therapie | OrthoCenter Professor Lill München

Wann wirkt eine Eigenbluttherapie bei Arthrose?

Plättchenreiches Plasma (PRP) ist bei leichten bis mittelschweren Arthrosen der Grade I bis III sinnvoll.

Die einzelnen Stadien in der Übersicht:

  • Grad I: Der Knorpel wird langsam dünner, aber es treten noch keine Beschwerden auf.
  • Grad II: Der Knorpel ist angefasert und die Gelenkinnenhaut kann gereizt sein, so dass Schmerzen entstehen.
  • Grad III: Der Knorpel ist geschädigt, so dass der Knochen stärker belastet ist. Die Beweglichkeit nimmt ab und das Gelenk kann sich entzünden.
  • Grad IV: Der Knorpel hat sich sehr zurückgebildet und die Knochen reiben aufeinander. Die Schmerzen sind nun sehr stark und das Gelenk ist steif.

Die Eigenbluttherapie wird zum Beispiel dann eingesetzt, wenn knorpelaufbauende Präparate keine Wirkung zeigen oder der Arthrose-Patient keine Cortison-Spritze möchte. Cortison ist zwar effektiv, hat im Vergleich zu PRP aber deutlich mehr Nebenwirkungen, da es Gewebe zerstört. In manchen Fällen ist plättchenreiches Plasma sogar eine Alternative zur Operation und kann einen chirurgischen Eingriff verhindern. 

Die PRP-Behandlung wird vor allem am Knie, aber auch an der Hüfte eingesetzt. Ob Eigenblut auch an anderen Arealen helfen kann, zum Beispiel an Fingern, klären wir individuell in unserer Praxis.

Wie wirkt Eigenblut?

Das menschliche Blut enthält Wachstumsfaktoren, die unterschiedliche Heilungsprozesse beeinflussen können. Die PRP-Therapie macht sich diese Wachstumsfaktoren zu eigen und bekämpft Gelenkbeschwerden, die durch Arthrose verursacht werden. Die Schmerzen sollen so abnehmen und die Beweglichkeit soll sich verbessern. Es ist sogar möglich, Schmerzfreiheit und die volle Beweglichkeit des Knies oder der Hüfte wiederherzustellen.

Momentan gibt es nur wenige Studien über die Wirksamkeit der PRP-Therapie bei orthopädischen Behandlungen. Sechs Studien zur Behandlung der Knie-Arthrose zeigen jedoch, dass es nach der Therapie mit plättchenreichem Plasma zu einer signifikanten Schmerzlinderung kam. Allerdings sind mehr hochwertige Untersuchungen notwendig, um die PRP-Therapie schlussendlich beurteilen zu können. In der Praxis jedoch haben wir gute Erfahrungen mit der Eigenbluttherapie gemacht.

Eigenbluttherapie (PRP) bei Sportverletzungen

Viele Profivereine im Fußball und Basketball nutzen plättchenreiches Plasma, damit ihre Spieler nach einer Verletzung schneller wieder einsatzfähig sind. PRP kommt zum Beispiel dann zum Einsatz, wenn Sportverletzungen nicht gut heilen. Aber auch frische Sportverletzungen des Muskel-, Sehnen- und Bandapparates können mit plättchenreichem Plasma behandelt werden. Wir nutzen Eigenblut, um die Heilung von Kreuzbandrissen oder Achillessehnenverletzungen zu beschleunigen. Es kann auch bei Tennisellenbogen oder nach bestimmten Schulter-OP eingesetzt werden.

Einer Studie zufolge ist die PRP-Therapie auch bei Teilrupturen von Bändern im Ellenbogen wirksam: Schon nach fünf Wochen können etwa Wurfsportler, die oft an Verletzungen dieser Art leiden, wieder ins Training zurück. Zum Vergleich: Nach einer OP dauert die Heilung oft ein bis zwei Jahre.


Einer unserer Patienten teilt seine Erfahrungen mit der Behandlung in unserer Praxis auf jameda:

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Note 1,0
Bewertung vom 07.11.2019

Sehr kompetente und vernünftige Einschätzung und Therapie bei Knorpelschäden an beiden Hüften

„Behandlung bei Knorpelschäden und Labrumschaden an beiden Hüften bei bereits Zustand nach Arthroskopie beidseits bei CAM Impingement, sehr gute und ausführliche Erläuterung der Therapieoptionen, auf beiden Seiten wurde unterstützend zur Physiotherapie in drei Sitzungen eine Eigenbluttherapie durchgeführt.“


Ablauf der PRP-Therapie

Zunächst wird eine kleine Menge Blut entnommen, aus dem das Platelet Rich Plasma (PRP) gewonnen wird. Dieses Blutplasma ist sehr reich an Wachstumsfaktoren. Um sie zu gewinnen, wird das Blut nun mithilfe eines speziellen Trennverfahrens in seine einzelnen zellulären Bestandteile zerlegt. In einem nächsten Schritt wird das Plasma nun separiert und mithilfe einer speziellen Doppelspritze abgezogen. Nun steht der Plasma-Injektion an Knie, Hüfte oder anderen Gelenken nichts mehr im Weg.

Die Behandlung im Überblick:

Dauerrund 15 – 30 Minuten
Schmerzenleichtes Brennen während der Injektion möglich
Nebenwirkungen minimales Infektionsrisiko durch die Injektion; kleine Blutergüsse möglich, die aber schnell wieder verschwinden
Vorbereitungkeine blutverdünnenden Medikamente und Schmerz- oder Rheumamittel für 3-7 Tage vor der Behandlung
Nach der BehandlungSonne für 10 Tage meiden
Kontraindikationen Schwangerschaft und Stillzeit; bestimmte Grunderkrankungen wie Hautkrankheiten, Infektionen oder Autoimmunkrankheiten

Häufige Patientenfragen