Arthrosetherapie

Mit der richtigen Behandlung und guter Vorbeugung die Gelenke rechtzeitig schützen!

Arthrosetherapie | OrthoCenter Professor Lill München Eine Arthrose kann unterschiedliche Ursachen haben. In der Regel entwickelt sich der Gelenkverschleiß infolge eines Ungleichgewichtes zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkknorpels, wodurch sich dieser abnutzt. Dieses Missverhältnis entsteht insbesondere infolge von Fehlbelastungen. Hierfür sind Übergewicht (Adipositas), Deformitäten (z.B. X-oder O-Bein-Fehlstellung) oder angeborene Fehlentwicklungen (z.B. Hüftdysplasie) verantwortlich. Gelenkinstabilitäten aufgrund zurückliegender Verletzungen (z.B. Knochenbrüche, Kapsel-und Bandläsionen), Gelenkentzündungen oder Stoffwechselstörungen (z.B. Gicht, Pseudogicht, Diabetes mellitus) sind weitere mögliche Ursachen. In den meisten Fällen ist die Ursache der Arthrose aber unbekannt (idiopathisch). Für den Patienten äußert sich dies in Anlaufschmerz bei Bewegung, Steifheit, und im späteren Verlauf, auch in schubweise wiederkehrenden Schwellungen. Durch die schmerzbedingte Schonung des Gelenkes mit weniger Bewegung und Belastung kommt es zu einer Minderversorgung des Knorpels mit Nährstoffen. Da bereits zerstörter Knorpel nicht mehr neu gebildet werden kann, sind die Vorbeugung und die frühzeitige Behandlung von Gelenkverschleiß das Ziel der Arthrosetherapie. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Ansätzen zur Arthrosebehandlung. Hier finden Sie einige Beispiele aufgelistet, die in Ihrem Fall zur Anwendung kommen könnten:
Medikamente Bei einer Arthrose können Medikamente Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen. Zur Therapie stehen hierfür unterschiedliche Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen zur Verfügung:
  • Schmerzmittel (Analgetika), z.B. mit dem Wirkstoff Paracetamol
  • kortisonfreie Entzündungshemmer (nicht-steroidale Antirheumatika, NSAR), in Form von Tabletten oder als Salbe beziehungsweise Gel, z.B. mit den Wirkstoffen Diclofenac oder Ibuprofen
  • Gelenkinjektionen und Spülung des Gelenks mit Kortisonpräparaten in entzündlichen Phasen oder mit lokalen Betäubungsmitteln als akute Schmerztherapie
  • Chondroitin, Glucosamin: Die Wirkstoffe Chondroitin und Glucosamin können möglicherweise die Eigenschaften des Knorpels verbessern und schmerz- und entzündungshemmend wirken
  • Hyaluronsäure: Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und notwendig, damit die Gelenke reibungslos funktionieren. Spritzt (injiziert) man Hyaluronsäure ins Gelenk, kann sich dies positiv auf die Gelenkfunktion auswirken und Schmerzen lindern

Physikalische Therapie Verschiedene Arten der physikalischen Behandlung können die Beschwerden einer Arthrose lindern. Dazu gehören:
  • Krankengymnastik (Physiotherapie)
  • Wärmebehandlung (im nicht-akuten Stadium) und Kältebehandlung (im akuten Stadium)
  • Muskelkräftigung und -dehnung, gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen und Radfahren
  • Wasser- und Bädertherapie
  • Elektrotherapie und Ultraschall

  • Orthopädische TherapieBei Arthrose im Knie oder in der Hüfte sind mehrere orthopädische Therapie-Maßnahmen möglich, wie zum Beispiel:
    • Pufferabsätze, Schuhaußen- beziehungsweise -innenranderhöhung
    • Handstock oder Unterarmgehstützen
    • Fersenkissen
    • Bandagen
    • Keilkissen, Sitzerhöhungen
    Wir besprechen gerne ausführlich die für Sie optimale Behandlungsstrategie.