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Kniescheibenverrenkung

… oder wenn die Kniescheibe aus dem Gelenk gleitet.

Die Kniescheibe (Patella) spielt eine tragende Rolle in der Kraftübertragung von Oberschenkel auf Unterschenkel und wirkt dabei als physikalischer Kraftumleiter (Hypomochlion). Die Kniescheibenverrenkung, oder auch Patellaluxation genannt, gehört zu den häufigsten Kniegelenksverletzungen. Bei entsprechender Krafteinwirkung springt die Kniescheibe (Patella) aus ihrem Gleitlager (Luxation). In den meisten Fällen rutscht die Kniescheibe wieder spontan in ihre Ausgangssstellung zurück (Reposition). Nur selten verbleibt sie in ihrer Verrenkungsposition über dem außenseitigen (lateralen) Kniegelenk. Der Orthopäde Professor Dr. med. Lill ist Experte auf dem Gebiet der Kniescheibenverrenkung und berät Sie gerne. Zusammen mit Ihnen wird er die angenehmste und sicherste Behandlungsmethode für Sie auswählen!
Kniescheibenverrenkung behandeln | OrthoCenter Professor Lill München

Angeborene Fehlbildungen (Dsyplasie) der Kniescheibe und des Gleitlagers (Trochlea femoris) sind die häufigsten Ursachen für eine Kniescheibenverrenkung oder Patellaluxation. Weitere Auslöser sind eine „X“-Beinfehlstellung im Kniegelenk (Genu valgum), eine zu hoch stehende Kniescheibe (Patella alta) sowie ein zu weit außen (lateral) liegender Ansatz der Kniescheibensehne (Patellasehne) am Schienbeinkopf. Hierdurch gleitet die Kniescheibe nicht in der zentralen Führungrinne, sondern weicht nach außen (lateral) ab. Durch eine zunehmende oder verstärkte Beugung im Kniegelenk kommt es dann zur Verrenkung.

Die typischen Symtome einer Kniescheibenverrenkung oder Patellaluxation sind ein plötzlicher und heftiger vorderer Knieschmerz mit vollständiger Belastungsunfähigkeit des verletzten Beines. Der Betroffene spürt förmlich, wie die Kniescheibe aus ihrer Verankerung nach außen (lateral) springt. Zumeist rutscht die Kniescheibe von selbst wieder in die Ausgangsstellung zurück. Infolge der Verrenkung kommt es zu einer Zerreißung des innenseitigen (medialen) Band- und Halteapparat (Retinakulum) der Kniescheibe sowie zu Knorpelverletzungen an Kniescheibenrückfläche und außenseitigem Oberschenkelknochen (laterale Femurkondyle). Begleitende Schwellung des Knieglenkes mit Bluterguss sind die Folge. Nach Reposition wird mittels Röntgen- und MRT Untersuchung die korrekt Lage der Kniescheibe kontrolliert sowie das Ausmaß der Begleitverletzungen festgestellt.

Abhängig von der Ursache der Kniescheibenverrenkung kommen unterschiedliche Behandlungsoptionen zum Einsatz. Zu den konservativen Therapiemaßnahmen gehören eine zeitlich begrenzte Ruhigstellung in Form von Bandagen, Schienen oder Gipshülse sowie Physiotherapie mit Kräftigung des innenseitigen (medialen) vorderen Oberschenkelmuskels (Muskulus vastus medialis). Liegen anatomische Fehlbildungen (Dysplasie) an Kniescheibe oder Oberschenkelgleitlager vor, sollte eine minimalinvasive Kniegelenksspiegelung (Arthroskopie) erfolgen. da mit einer erneuten Verrenkung gerechnet werden muss. Ziel der Arthroskopie ist es, mögliche Knorpelschäden zu objektivieren und reparieren sowie durch Naht und Raffung des gerissenen medialen Retinakulums die Kniescheibe zentral in ihrer Führungsrinne zu stabilisieren. Im Falle sich ständig wiederholender (rezidivierender) Patellaluxationen stehen verschiedene stabilisierende Operationsmethoden zur Verfügung,

Lassen Sie sich bei einer Kniescheibenverrenkung unbedingt von einem Facharzt untersuchen. Professor Dr. med. Lill ist ein erfahrener Orthopäde, der über viel Fachwissen in Bezug auf Patellaerkrankungen verfügt. Nehmen Sie sich jetzt Zeit und vereinbaren Sie einen Online-Termin.