Schmerzen an der Wirbelsäule durch Marathonlauf

14. August 2015 OrthoCenter

Das Lauffieber lockt demnächst wieder tausende Läufer beim anstehenden Berlin Marathon auf die Straße. Zweifellos ist ein Marathonlauf aber auch eine enorme Belastung für den Körper, welche nicht selten Schmerzen und Schäden an der Wirbelsäule auslösen kann. Einige Teilnehmer müssen ihren Lauf sogar deswegen vorzeitig beenden. Wodurch solche Probleme entstehen können und wie sie behandelt werden, erläutert der erfahrene Wirbelsäulenexperte Dr. med. Oliver Oetke. Zudem gibt er Tipps, wie man 42 Kilometer möglichst ohne Rückenschmerzen absolvieren kann.

Ursachen von Wirbelsäulenbeschwerden

Stundenlanges Laufen oder Joggen strapaziert durch die ständig einwirkenden Stöße die Bandscheiben und kleinen Gelenke der Wirbelsäule. Diese Belastungen führen zu einem Flüssigkeitsverlust im Zentrum der Bandscheiben und ihre dämpfende Wirkung nimmt ab. Auch die Knorpeloberflächen der Wirbelgelenke werden enorm belastet und können zu einer frühzeitigen Abnutzung führen. Eine gut trainierte Bauch- und Rückenmuskulatur mindert die auf die Wirbelsäule einwirkenden Stoßkräfte und schützt die genannten Strukturen hinsichtlich eines vorzeitigen Verschleißes. Ist die Rumpfmuskulatur jedoch schwach ausgebildet, entstehen recht bald Überlastungserscheinungen. Dabei spielen ungleich trainierte Muskelgruppen eine gewichtige Rolle, da muskuläre Dysbalancen vielfach Schmerzen verursachen. Bauch- und Rückenmuskulatur sollten folglich gleichermaßen trainiert werden. Weitere Ursachen neben der Fehl- und Überlastung sind unzureichende Regenerationspausen, Bandscheibenvorfälle oder der klassische Hexenschuss.

Symptome an der Wirbelsäule

Schmerzen an der Lendenwirbelsäule können sich als stumpf, drückend oder auch stechend darstellen, vor allem beim Vornüberbeugen des Rumpfes oder durch Stoßbelastung. Liegt ein begleitendes Nervenkompressionssyndrom beispielsweise infolge eines Bandscheibenvorfalls vor, können die Beschwerden auch in die Beine ausstrahlen. Nach einer Laufbelastung sind Schmerzen oftmals nur kurzzeitig oder wenige Tage bemerkbar, so dass die Chancen auf Beschwerdefreiheit nach einer ausgiebigen Regenerationsphase ziemlich gut sind. Anhaltende Schmerzen, selbst in Ruhephasen, deuten jedoch eher auf eine spezifische krankhafte Veränderung an der Wirbelsäule hin und bedürfen unbedingt einer fachärztlichen Untersuchung und Abklärung.

Wirksame Behandlung an der Wirbelsäule

Als Sofortmaßnahme bei auftretenden Beschwerden ist der Lauf zu beenden, um keine weiteren Schäden zu riskieren. Im Rahmen einer fachärztlichen Untersuchung können die Beschwerden und entsprechende Veränderungen an der Wirbelsäule anhand von begleitenden Röntgen-Aufnahmen und einer Magnetresonanztomografie (MRT) detailliert bestimmt werden. Abhängig vom Ausmaß der Beschwerden und der bildgebenden Diagnostik lässt sich zumeist unter konservativem multimodalen Therapieansatz eine zufrieden stellende Schmerzlinderung erreichen. Hierzu gehören in der Regel entzündungshemmende und muskelentspannende Medikamente, physikalische und krankengymnastische Therapiemaßnahmen und wenn erforderlich wirbelsäulennahe Injektionen. Liegt jedoch ein Bandscheibenvorfall vor, ist eine operative Behandlung nur dann angezeigt, wenn durch das konservative Behandlungskonzept nach 6 bis 12 Wochen keine wirksame Besserung der Symptomatik erzielt wird. Treten hingegen Lähmungserscheinungen auf, ist ein rascher operativer Eingriff anzustreben, um Dauerschäden an den Nerven zu vermeiden.

Umfassende Versorgung bei Dr. med. Oliver Oetke

Haben Sie auch Probleme an der Bandscheibe oder an der Wirbelsäule? Vertrauen Sie einfach der langjährigen Erfahrung von Dr. med. Oliver Oetke im OrthoCenter Professor Lill in München. Anhand seiner fachärztlichen Untersuchung erhalten Sie neben einem umfassenden Beratungs- und Aufklärungsgespräch ein abhängig von der Diagnose individuell angepasstes Therapiekonzept dargestellt. Die Umsetzung der Behandlungsempfehlung erfolgt zeitnah, sodass eine rasche und bestmögliche Heilung erzielt werden kann. Schon zahlreichen Sportlern konnte damit erfolgreich geholfen werden. Für weitere Informationen oder auch zur direkten Terminvereinbarung, können Sie uns gern kontaktieren.