Beinverlängerung in München: Operative Therapie bei Beinlängendifferenzen

Eine Beinverlängerung führt man bei einer angeborenen oder erworbenen (etwa infolge eines Unfalls) Beinlängendifferenz durch. Ziel des Eingriffs ist eine Angleichung der Beinlänge. So kann etwa ein Beckenschiefstand ausgeglichen und damit Schmerzen behoben werden. Die Operation zur Beinverlängerung kann dabei extern oder intern durchgeführt werden. Trotz moderner Behandlungsmethoden bleibt eine Beinverlängerung ein aufwändiges Unterfangen – wir vom OrthoCenter in München beraten Sie umfassend zu allen wichtigen Aspekten dieser OP in unserer Privatpraxis.

Wie entsteht eine angeborene Beinlängendifferenz?

Ursache für eine Beinlängendifferenz sind unterschiedlich lange Beinknochen – hier ist also das Skelett betroffen. In den meisten Fällen zeichnen sich solche Differenzen bereits im Jugendalter während Wachstumsphasen ab.


Wie wird eine operative Beinverlängerung durchgeführt?

Beinverlängerungen finden vornehmlich im medizinischen Bereich Anwendung, daneben ist auch bei ästhetischen Beschwerden eine kosmetische Beinverlängerung möglich. Um eine Beinverlängerung zu erreichen gibt es im Wesentlichen zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Beide Eingriffe dauern zwischen zwei und drei Stunden und werden unter Rückenmarksnarkose oder Vollnarkose durchgeführt. Anschließend bleibt der Patient für etwa sieben Tage zur Beobachtung in der Klinik.

Externe Beinverlängerung

Bei der externen Beinverlängerung wird der Ober- oder Unterschenkel kontrolliert durchtrennt. Nun können in die beiden Teile des Knochens Stäbe implantiert werden, die schlussendlich außerhalb des Beines in einem ringförmigen Fixateur befestigt werden. Früher wurde die allmähliche Anpassung manuell vorgenommen, heutzutage funktioniert dies computergesteuert. So kann der Knochenspalt nach und nach vergrößert werden – der Körper bildet dabei kontinuierlich Knochenmaterial. Der Vorteil dieser Methode zeigt sich darin, dass auch Achsabweichungen (also starke X- oder O-Beine) teils mitkorrigiert werden können. Der Fixateur wird nach erfolgreich abgeschlossener Behandlung wieder entfernt.

Interne Beinverlängerung mittels Marknagel

Auch bei dieser Methode wird der Knochen durchtrennt. Die beiden Elemente können anschließend mit einem Marknagel verbunden werden. Diesen Nagel kann man sich ähnlich wie eine ausziehbare Radioantenne vorstellen. Der untere Teil des Nagels wird millimeterweise ausgefahren und verbleibt durch einen Ratschenmechanismus jeweils in neuer Position. Dabei entsteht auch hier ein winziger Spalt zwischen den Knochenstücken, der allmählich mit neuer Knochensubstanz aufgefüllt wird. Nach dem Ende der Behandlung wird auch der Marknagel wieder entfernt. Da diese Art der Beinverlängerung keine äußere Apparatur benötigt, ist der Marknagel mittlerweile die beliebtere Behandlungsmethode, da sie auch kosmetisch das schönere Ergebnis liefert.


Verhalten nach dem Eingriff und erste Ergebnisse

Bei einer OP zur Beinverlängerung beginnt die eigentliche Arbeit erst nach dem Eingriff. Die Geschwindigkeit der Verlängerung beträgt etwa einen Millimeter pro Tag, dabei braucht der Körper pro Millimeter zwei bis drei Tage zur Heilung. Bei einer Verlängerung von fünf Zentimetern braucht der Körper also bis zu fünf Monate, um den Knochen richtig aufzubauen. Insgesamt lassen sich mit Eingriffen dieser Art zwischen zwei und acht Zentimetern Länge gewinnen. Wichtig sind konsequente Kontrolluntersuchungen sowie regelmäßige Bewegung des Beins – auch unter physiotherapeutischer Anleitung.


Haben Sie eine Beinlängendifferenz? Prof. Dr. med. Sandra Utzschneider untersucht Sie gerne und stellt eine professionelle Diagnose. So erfahren Sie, ob eine Beinverlängerung die passende operative Therapie für Sie ist. Vereinbaren Sie noch heute einen Online-Termin!

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