Skoliose bei Kindern: Breites Therapiespektrum im OrthoCenter München

Skoliose im Wachstum - OrthoCenter München

Skoliose beim Kind ist sehr gut therapierbar. Sie lässt sich häufig gut mit sanften Verfahren behandeln. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen, welche Maßnahmen wir im OrthoCenter München anwenden.
Bei einer Skoliose handelt es sich um eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule mit Rotation der Wirbelkörper. Sie kommt zum überwiegenden Teil im Jugendalter vor, meist ohne erkennbare Ursache. Davon zu trennen sind angeborene Fehlbildungen der Wirbelsäule (auch „kongenital“ genannt), die entweder vererbt wurden oder durch besondere Umstände entstanden sind. Oft tritt eine Skoliose bei Kindern vor oder während eines Wachstumsschubs auf oder geht mit der beginnenden Pubertät einher. Mädchen sind bis zu viermal häufiger betroffen als Jungen.

Ihr Kind leidet unter einer Skoliose? Bei unserer renommierten Kinderorthopädin, Prof. Sandra Utzschneider, erhält Ihr Kind individuelle Therapien und ist in sicheren Händen.

Prof. Utzschneider - OrthoCenter Prof. Lill München
Orthopäden
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Wie behandeln wir Skoliosen bei Kindern im OrthoCenter München?

Die meisten Skoliosen treten zwischen neun und zwölf Jahren auf. Je früher die Erkrankung entdeckt und behandelt wird, desto besser. Denn die Heilung oder Besserung hängt maßgeblich vom Stadium der Erkrankung und vom Alter des Kindes ab.

Die Behandlung ist abhängig von der Schwere der Verkrümmung. Bei einer leichten Skoliose ist Physiotherapie meist ausreichend, um gegen die krumme Wirbelsäule vorzugehen. Insbesondere der gezielte Aufbau der Muskeln ist wichtig. So können eine Verschlechterung und Schmerzen vermieden werden. Bei der Skoliose-Übung nach Schroth z.B. betrachtet sich das Kind im Spiegel, um zusammen mit dem Physiotherapeuten seine Haltung zu korrigieren. So entwickelt das Kind ein Körpergefühl, das es vorher womöglich nicht hatte.

Besonders im Wachstumsalter kann bei einer stärkeren Krümmung eine Korsettversorgung sinnvoll sein. Damit lässt sich in 95 % der Fälle eine Operation vermeiden. Das Korsett gibt der verkrümmten Wirbelsäule während des Wachstums schonend die richtige Richtung vor. Die konservativen Behandlungen verursachen in der Regel keine Schmerzen.

Nur in wenigen Fällen sind operative Maßnahmen mit Korrektur der Fehlstellung angezeigt. So zum Beispiel bei Skoliosen mit einem Verkrümmungswinkel von über 40-45° oder sehr schnell zunehmende Verkrümmungen, damit eine langfristige Korrekturstabilität der gesamten Wirbelsäule für den Rest des Lebens gewährleistet ist.

Häufige Fragen zu Wirbelsäulenverkrümmungen

Eltern haben viele Fragen im Kopf, wenn bei ihrem Kind Skoliose festgestellt wurde. Wir beantworten sie Ihnen gerne.

Darf mein Kind Sport treiben?
Sport ist nicht nur erlaubt, sondern empfehlenswert. Denn Bewegung stärkt die Rückenmuskulatur und fördert eine gute Haltung. Als besonders geeignet für Skoliose-Patienten gelten Schwimmen und Klettern.  

Ab wann erhält mein Kind ein Korsett?
Die meisten Kinder müssen kein Korsett tragen, denn bei einer leichten Skoliose reicht die regelmäßige Kontrolle aus, um eine Verschlechterung sofort zu erkennen. Bei Verkrümmungen ab 20 Grad ist die Behandlung mit Korsett sinnvoll – auch bei Kleinkindern. In der Regelmuss es 23 Stunden pro Tag getragen werden. Pausen, beispielsweise im Urlaub, sind nicht erlaubt, um den Erfolg der Behandlung nicht zu gefährden.

Wie lang dauert die Behandlung?
Wenn Ihr Kind ausgewachsen ist, braucht es kein Korsett mehr.

Was passiert, wenn die Skoliose unbehandelt bleibt?

Die Skoliose geht nicht von selbst weg, kann im Kindesalter aber gut behandelt werden. Später ist nur eine Linderung der Symptome möglich. Außerdem führt eine unbehandelte Skoliose im höheren Lebensalter zu Komplikationen. Abnutzungen der Bandscheiben und Wirbelkörper können starke Schmerzen auslösen.

Helfen alternativmedizinische Verfahren?
Die Osteopathie kann lediglich als begleitendes Verfahren eingesetzt werden. Die Chiropraktik wird eher für akute und weniger für chronische Erkrankungen wie Skoliosen angewandt.

Ursachen: Genetik und primäre Erkrankungen

Die Ursachen der Skoliose können auch genetisch bedingt sein oder es kann ein Problem bei der Zusammenarbeit von Nerven und Muskeln vorliegen. Kinderorthopädische Systemerkrankungen und Erkrankungen wie die Zerebralparese, ein offener Rücken (Spina bifida), eine Muskeldystrophie oder spinale Muskelatrophie können sekundär zu einer Wirbelsäulenverkrümmung führen. Auch unterschiedliche Beinlängen sind mögliche Ursachen für eine Skoliose.

Wirbelsäulenverkrümmung: Symptome bei Kindern

Im Kindes- oder Jugendalter verursachen Skoliosen nur in seltenen Fällen körperliche Beschwerden wie etwa Schmerzen. Sie fallen vielmehr durch die Formveränderung des Rückens auf oder sind ein Zufallsbefund bei der Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt.

Folgende äußere Veränderungen gibt es:

  • unterschiedliche Höhe der Schultern
  • ein schiefer Rücken
  • eine schiefe Beckenstellung
  • unterschiedlich lange Beine
  • gekrümmte Haltung
  • im weiteren Verlauf Nacken- und Rückenschmerzen

Nur in den seltensten Fällen kommt es bei sehr schweren Skoliosen zu weiteren Symptomen, wie Herzbeschwerden oder Atemnot durch eine sekundäre Volumenreduktion des Brustkorbes. Im späteren Leben kann es aufgrund der Formveränderung zu einem vorzeitigen Verschleiß im Bereich der Wirbelsäule kommen, was zu chronischen Schmerzen führt. Aus diesem Grund ist eine Behandlung immer sinnvoll. Denn im Kindesalter kann das Wachstum der Wirbelsäule noch positiv beeinflusst werden.

Wie wird die Skoliose beim Kind diagnostiziert?

Eine Verkrümmung diagnostiziert Professor Utzschneider oft durch einen Blick auf den Rücken des Patienten. Um die Diagnose zu sichern, können Röntgenaufnahmen oder eine 3-D-Wirbelsäulenmessung durchgeführt werden. So zeigt sich das Ausmaß der Verkrümmung und die folgenden Therapieschritte können mit unserer Kinderorthopädin abgeklärt werden.

Eine Skoliose kann an verschiedenen Bereichen der Wirbelsäule auftreten. Wir unterscheiden zwischen drei Krümmungsmustern:

  • thorakale Skoliose: Krümmung im Bereich der Brustwirbelsäule
  • thorakolumbale Skoliose: Krümmung im Übergangsbereich zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule
  • lumbale Skoliose: Wirbelsäulenverkrümmung der Lendenwirbelsäule

Je nach Alter des Kindes spricht man von einer Säuglingsskoliose, einer infantilen Skoliose (0-3 Jahre), einer juvenilen Skoliose (4-10) oder adoleszenten Skoliose im Jugendalter.

Unsere Fachärztin, Professor Dr. med. Utzschneider, untersucht Ihr Kind gerne auf eine mögliche Skoliose. Vereinbaren Sie dafür einen Online-Termin in unserer Praxis in München.


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