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Skoliose

Die sogenannte Wirbelsäulenverkrümmung.

Bei einer Skoliose handelt es sich definitionsgemäß um eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule mit im Vordergrund stehender Seitverbiegung in Frontalansicht und gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper. Die Skoliose kann an verschiedenen Orten der Wirbelsäule ihren Ursprung haben. Eingeteilt werden sie nach Entstehungsursache und Erscheinungsform. Der Wirbelsäulenspezialist Dr. Hebecker verfügt über jahrelang Erfahrungen auf dem Gebiet der Wirbelsäulenchirurgie und wird sie kompetent und zuverlässig beraten!
Skoliose behandeln | OrthoCenter Professor Lill München

Bei etwa 85% aller Wirbelsäulen-Erkrankungen ist die auslösende Ursache unbekannt, sie werden deshalb als „idiopathisch“ bezeichnet. Von einer idiopathischen Skoliose sind vor allem Säuglinge, Kleinkinder, Kinder bis zum 10. Lebensjahr und Jugendliche in der Pubertät betroffen, da ihre Wirbelsäule zu dieser Zeit einem starken Wachstum ausgesetzt ist. Mädchen sind von dieser Form der Wirbelsäulenverkrümmung viermal so häufig betroffen wie Jungen. Die übrigen Formen (15%) sind weitaus seltener.
  • Fehlbildungsskoliose (kongenitale Skoliose) durch angeborene Wirbelfehlbildungen
  • Neuropathische Skoliose durch Nerven- und Muskelerkrankungen (Zerebralparesen, spinale Muskelatrophien oder Poliomyelitis)
  • Myopathische Skoliose durch Muskeldystrophien oder Arthrogrypose
  • Skoliose durch Systemerkrankungen (Neurofibromatose, Skelettdysplasien, Osteogenesis imperfecta)
  • Degenerative, Verschleiß bedingte, Skoliose
  • Iatrogene Skoliose, also Skoliose aufgrund ärztlicher Behandlungsmaßnahmen (nach Bestrahlung oder nach Operationen durch Narbenbildung)
  • Posttraumatische Skoliose nach Gewalteinwirkung, Amputationen oder Tumoroperationen im Bereich der Wirbelsäule.
  • Statische Skoliose durch Beinlängendifferenzen

Im Kindes- und Jugendalter bereitet eine Wirbelsäulenverkrümmung, abhängig vom Ausprägungsgrad, in der Regel keine oder nur sehr selten Rückenschmerzen. Dennoch können weitere Symptome und/oder Probleme durch eine mehr oder minder ausgeprägte Verbiegung der Wirbelsäule ausgelöst werden. Hierzu gehören Herzbeschwerden mit oder ohne Atemnot durch eine sekundäre Volumenreduktion des Brustkorbes sowie kosmetisch sichtbare Fehlhaltungen (Rippenbuckel, Lendenwulst).

Je nach Ursache und Ausprägung der zugrunde liegenden Wirbelsäulenverkrümmung ist eine konservative Therapie angezeigt. Bei einem Krümmungswinkel von bis zu 20° ist eine gezielte intensive und regelmäßige krankengymnastische Behandlung ausreichend. Eine begleitende Korsettbehandlung im Wachstumsalter ist bei einem Krümmungswinkeln von 20 bis 40° dringend anzuraten, um ein Fortschreiten der idiopathischen Skoliose möglichst zu verhindern. Skoliosen mit einem Verkrümmungswinkel von über 40° oder sehr schnell zunehmende Verkrümmungen sollten einer operativen Therapie mit Korrektur der Fehlstellung und Stabilisierung des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts zugeführt werden.

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