Im frühen Säuglingsalter lassen sich mit einer Ultraschalluntersuchung (Säuglingssonographie) der Hüftgelenke ohne jegliche Nebenwirkung frühzeitig und sicher eine Fehlstellung (Hüftdysplasie) oder eine angeborene Verrenkung der Hüfte (Hüftluxation) diagnostizieren. Je nach Risikofaktoren für die Erkrankung (z.B. familiäre Häufung, Beckenendlage) wird sie möglichst schnell nach der Geburt in der 1. Lebenswoche durchgeführt. Gesetzlich vorgeschrieben ist diese Untersuchung im Rahmen der sogenannten U3, einer Routine-Untersuchung aller Neugeborenen zwischen der 4. und 6. Lebenswoche.

Mit der standardisierten Säuglingssonographie inklusive systematischer Befundung lassen sich eine Hüftdysplasie oder Hüftluxation sofort ausschließen oder eine Therapie, wenn notwendig, direkt einleiten.

Durch eine schmerzfreie Behandlung mit einer Hüftbeugeschiene, der sogenannten „Spreizhose“ kann, falls notwendig, die Form des Hüftgelenks in fast allen Fällen innerhalb weniger Wochen bis Monate normalisiert werden. So können im Erwachsenenalter die Spätfolgen der angeborenen Hüfterkrankung in aller Regel vermieden werden. Diese „Spreizhosentherapie“ wird regelmäßig sonographisch kontrolliert und solange fortgeführt, bis sonographisch ein normales Hüftgelenk vorliegt.

Die Prognose der Hüftdysplasie ist seit Einführung des sonographischen Screenings im Neugeborenenalter erheblich verbessert worden.


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