Diagnose und Therapie der Hüfterkrankung in München

Das Hauptproblem der Säuglingshüfte ist die sogenannte kongenitale (angeborene) Hüftdysplasie (Fehlstellung bzw. Reifungsstörung) und Hüftluxation (Ausrenkung der Hüfte), welche eine der häufigsten angeborenen Anomalien des Bewegungsapparates ist und durch eine frühe Ultraschalluntersuchung (Screeningverfahren zur Früherkennung von Hüftreifungsstörungen) erfasst werden kann.

Das OrthoCenter Prof. Lill in München ist unter anderem auf die Diagnose und Behandlung kinderorthopädischer Erkrankungen spezialisiert. Prof. Dr. Utzschneider bringt viel Erfahrung auf diesem Gebiet mit und nutzt kindgerechte Verfahren für die Diagnosestellung sowie die modernsten Therapiemöglichkeiten. Somit können wir je nach Erkrankung auf die individuellen Bedürfnisse der kleinen Patienten bestmöglich eingehen.

Hüfterkrankung beim Säugling - OrthoCenter München


Ursachen für eine Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie ist eines der häufigsten orthopädischen Krankheitsbilder bei Kindern. Sie tritt bei ca. zwei bis vier Prozent der Neugeborenen auf und beschreibt eine angeborene Fehlstellung des Hüftgelenkes: Die Pfanne ist zu steil angelegt, abgeflacht und nach oben ausgezogen und die Verknöcherung des Hüftgelenkes unzureichend. Erkennt man das zu spät oder wird die Fehlstellung nicht behandelt, führt die Hüftdysplasie zu einer dauerhaften Schädigung von Hüftkopf und Gelenkpfanne. Eine spätere Gehbehinderung sowie schmerzhafte und frühzeitige Abnutzungserscheinungen sind die möglichen Folgen.

Die Hüftluxation, das „ausgerenkte Hüftgelenk“, beschreibt die schwerste Form der Hüftdysplasie. Die Hüftdysplasie findet sich weitaus häufiger bei Mädchen als bei Jungen. Es gibt mehrere Faktoren, die das Krankheitsbild begünstigen:

  • Familiäre Häufung
  • Beckenendlage
  • Fruchtwassermangel

Typische Symptome

Nur in wenigen Fällen kann die Hüftdysplasie sowie -luxation im Säuglingsalter klinisch durch einen Arzt diagnostiziert werden (z. B. durch die Abspreizhemmung eines Beinchens beim Wickeln). Die einzige sichere Methode zur Früherkennung und Einleitung einer schnellstmöglichen Therapie stellt der Hüftultraschall beim Neugeborenen kurz nach der Geburt dar. Treten beim Kind nach dem ersten Lebensjahr Gangbildstörungen oder Leistenschmerzen auf, können dies Anzeichen einer Hüftdysplasie sein.


Hüftdysplasie: Konservative Behandlungsmöglichkeiten

Je früher die Fehlstellung festgestellt wird, desto besser lässt sie sich behandeln. Denn je schneller das Hüftgelenk nachreift, umso kürzer ist die Dauer der Behandlung. Auch operative Maßnahmen lassen sich so oft vermeiden.

Gut zu wissen: Das Ziel der Therapie einer Hüftdysplasie ist eine Nachreifung der Gelenkpfanne.

Spreizhose

Durch eine schmerzfreie Behandlung mit einer Hüftbeugeschiene, der sogenannten „Spreizhose“ kann man die Form des Hüftgelenks in fast allen Fällen innerhalb weniger Wochen bis Monate normalisieren. Auf diese Weise lassen sich im Erwachsenenalter die Spätfolgen der angeborenen Hüfterkrankung in aller Regel vermeiden. Die Spreizhosentherapie wird regelmäßig sonographisch kontrolliert und solange fortgeführt, bis ein normales Hüftgelenk vorliegt.

Pavlik-Bandage

Die Pavlik-Bandage setzt sich aus einem Brustgurt und zwei Unterschenkelgurten zusammen. Die Zügel leiten die Kräfte der Beine um, sodass die Strampelbewegungen den Hüftkopf Richtung Pfanne drücken. Die Pavlik-Bandage muss regelmäßig von einem Orthopäden kontrolliert werden.

Gips-Behandlung

Diese strenge Ruhigstellung kommt bei schweren Fällen zum Einsatz. Der Gips reicht dabei meist vom unteren Rippenbogen bis zum Unterschenkel der Säuglinge. Im Bereich der Windel befindet sich eine Aussparung.

Alle Methoden verfolgen das Ziel, die Beine zu beugen und abzuspreizen. Sehr schonend für den Hüftkopf ist eine Hüftbeugung um 110° und eine Beinspreizung um 60°. Welche Behandlung zum Einsatz kommt, hängt davon ab, wie stark die Dysplasie ausgeprägt ist.


Operative Behandlung

Auch Operationen sind dank der Frühbehandlung deutlich seltener notwendig als früher. Doch es gibt Fälle, die der Arzt im Säuglingsalter, später im Wachstumsalter oder nach Abschluss des Wachstums operativ behandeln muss. Die Eingriffe werden stets individuell, alters- und schweregradabhängig geplant. Wird die Erkrankung unzureichend therapiert, verschleißt durch die ungleichmäßige Druckverteilung das Hüftgelenk schneller. So kann es zur Früharthrose (hochgradiger Gelenkverschleiß) in jungen Jahren mit bleibenden Schäden kommen.


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