Multiple Osteochondrome (gutartige Knorpelknochentumore)

Exostosen oder Ostechondrome (knorpelbildender Knochentumor) sind die häufigsten gutartigen Knochentumoren. 90 Prozent treten isoliert auf, bei 10 Prozent handelt es sich um zahlreiche (multiple), an unterschiedlichen Orten auftretende Tumoren. Meist entstehen die Tumore während der Kindheit und Jugend. In dieser Zeit nehmen die Exostosen auch an Größe zu. Nach Ende des Wachstums bilden sich keine weiteren Exostosen. Ganz generell werden die klinischen Probleme durch Deformitäten und funktionelle Einschränkungen geprägt.


Ursachen

Diskutiert wird bei den Einzelfällen ein versprengtes Wachstum von Teilen der Wachstumsfuge. Die „Multiplen kartilaginären Exostosen“ werden durch Veränderungen bestimmter Gene hervorgerufen, wobei es sich um spontanen Erbgutveränderungen handeln kann oder die Erkrankung von einem Elternteil auf das Kind weitervererbt werden kann.


Symptome

In den meisten Fällen fallen die Exostosen nicht anhand bestimmter Symptome auf, teilweise entstehen jedoch schmerzhafte Irritationen benachbarter Sehnenansätze. Gerade bei den multiplen Formen kommt es aber auch zu Wachstumsstörungen und resultierenden Achsabweichungen.


Behandlung

Primär erfolgt eine Verlaufsbeobachtung, abhängig vom Wachstum des Patienten. Operativ entfernt werden die Tumore nur bei Problemen. Bei Achsabweichungen müssen diese entsprechend therapiert werden. Kinder mit multiplen Exostosen sollten bis zum Ende des Wachstums in kinderorthopädischer Betreuung verbleiben, um gegebenenfalls rechtzeitig eine Therapie einleiten zu können. Generell müssen alle nach Wachstumsabschluss weiter oder wieder wachsenden Exostosen entfernt werden.


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