Hüfterkrankungen im Wachstum

Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren sind am häufigsten vom Morbus Perthes betroffen, dabei erkranken Jungen bis zu fünfmal häufiger als Mädchen. Es handelt sich dabei um eine Wachstumsstörung des Hüftkopfes. Dies kann dazu führen, dass der Knochen teilweise abstirbt (Hüftkopfnekrose).


Ursache

Die Ursachen für die Durchblutungsstörung und das darauf folgende Absterben von Knochengewebe im Hüftkopf konnten bis heute nicht geklärt werden.


Symptome

Die Kinder entwickeln ein Schonhinken, meist einen Knieschmerz und eine Einschränkung der Beweglichkeit des betroffenen Hüftgelenkes. Bei Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren („Spätperthes“) muss beim Auftreten von Hüft- oder Knieschmerzen, Hinken und Gehfaulheit an diese Erkrankung gedacht werden. Mit einer Röntgenaufnahme lässt sich diese Erkrankung meist gut erkennen, im Anfangsstadium hilft zudem die Kernspintomographie (MRT).


Behandlung

Es handelt sich um eine selbstlimierende Erkrankung, die meist über zwei bis vier Jahre abläuft. Je nach Schweregrad reicht eine konservative Therapie (z.B. Sportpause, Physiotherapie, Entlastung) aus oder es müssen knöcherne Operationen am Becken oder Oberschenkel durchgeführt werden. Beim Morbus Perthes muss stets ein individuelles Therapiekonzept erstellt werden, das auf die Symptome des Patienten, sein Alter und den individuellen Verlauf angepasst wird.


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